Notfunk


Seit jeher sehen sich Funkamateure verpflichtet, ihre Anlagen und ihr Wissen in ausserordentlichen Lagen im Einsatz für das allgemeine Wohl zur Nachrichtenübermittlung zu nutzen, dies wird in Amateurfunkkreisen allgemein als Notfunk bezeichnet. Unabhängig von administrativem Aufwand sind die lizenzierten Funkamateure schnell einsatzbereit, um ihre Fähigkeiten und ihre Geräte rund um die Uhr den Behörden, Notfallorganisationen und der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.
Der Notfunk wurde von der IARU als wichtiger Themenkreis erkannt. Im Papier "Internationale Benutzung von Funkverbindungen in den dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen bei Naturkatastrophen" wurden die entsprechenden Empfehlungen zum Notfunk im Bereich des Amateurfunks zu Grunde gelegt.

Eine Organisation des Notfunk im Amateurfunkbereich ist in der Schweiz noch im Aufbau, lobenswerte Arbeit leistete hierzu bereits die Vereinigung für Katastrophenfunk. Als Vorbilder dienen die Organisationen in Deutschland und Österreich, wo der Notfunk fester Bestandteil innerhalb der Landesverbände ist.

Um im Ereignissfall adäquate Hilfe leisten zu können, wäre es wünschenswert, wenn in jedem Kanton der Schweiz ein lizenzierter Funkamateur als Ansprechpartner für die kantonalen Krisenstäbe zur Verfügung stehen und die Funkamateure, welche sich für den Notfunk zur Verfügung stellen, organisieren und leiten würde.

Diese Bestrebungen werden jetzt dank dem amtierenden Präsidenten der Union Schweizerischen Kurzwellen Amateure umgesetzt und mit der Hilfe von engagierten Funkamateuren, welche sich mit dem Notfunk befassen, realisiert.

Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Funkamateure mit dem Thema Notfunk auseinander setzen und ihre Stationen diesbezüglich überprüfen und allenfalls anpassen würden.
Der Betrieb der eigenen Funkstation sollte z.B. über mehrere Tage und auch bei einem Stromausfall oder auch "im Feld" möglich sein.

Die nachstehenden Beschreibungen und Abbildungen sollen einige Anregungen zur Umsetzung der eigenen Ideen zum Thema notfunk geben.

Aktuell: Bausatz UKW Notantenne 144 / 430MHz (folgen Sie diesem Link)

Gerätekoffer 1 "FT - 897"
Beschreibung Gerätekoffer
Gerätekoffer 2 "TH - D7"

Links:

Transceiver KW / UKW für Portabeleinsatz


Rechts:

Handytranceiver 2m / 70cm mit Einrichtung für SSTV und APRS

Koffer A "Stromversorgung"
Beschreibung Koffer A
Koffer A "Stromversorgung"

Inhalt:

Speisegerät mit Tiefentladeschutz, Anzeige für Akkuspannung und Entladestrom.

Akkuentladegerät

Spannungswandler 12V => 3V/6V/9V

Mastvorverstärker 2m / 70cm

Koffer B "Antennenzubehör"
Beschreibung Koffer B
Koffer B "Antennenzubehör"

Inhalt:

7 Stk. Antennenkabel RG-58 mit div. Anschlusssteckern

SWR / Power Meter

Diplexer mit DC Durchgang

Notantennen (J-Ant.) für 2m / 70cm und 6m

Koffer C "Zubehör / Werkzeug"
Beschreibung Koffer C
Koffer C "Zubehör / Werkzeug"

Inhalt:

Heringe für versch. Böden

Abspannseile, Schellen

Kleinwerkzeug

Koffer D "Antennen KW"
Beschreibung Koffer D
Koffer D "Antennen KW"

Inhalt:

Antennentuner, Wurfantenne 80m - 10m

Koffer E "Antennen UKW"
Beschreibung Koffer E
Koffer E "Antennen UKW"

Inhalt:

Diplexer, Balun 1:1, Balun 1:9

J-Antenne 2m / 70cm

J-Antenne 6m

Koffer F "Büromaterial"
Beschreibung Koffer F
Not- / Wurfantenne für KW

Links:

Inhalt div. Büro- und Kartenmaterial

Rechts:

Langdrahtantenne auf Drachenschnurrspule für Portabel und Notbetrieb. Drahtlänge ca. 20m plus ca. 5m Spannschnurr.
Packmass 15x3 cm

Koffer G "Küche"
Beschreibung Koffer G
Koffer G "Küche"

Inhalt:

Multifuel-Brenner mit Tank und Ersatzteilen, Edelstahl Kochgeschirr, Gel - Notkocher für Konservendosen.

Wasserfilter Katadyn Pocket, Kochutensilen

Die Lebensmittel für 5 Tage werden auf Grund der Verbrauchsfristen in einer separaten Kiste gelagert und laufend erneuert. (Haushalt-Notvorrat)

Portabelmast

Beschreibung

Portabelmast

Links:

Mast eingefahren mit 2-Band Yagi 2m / 70cm

 

Rechts:

Mast ausgefahren auf ca 6m

 
Einsatzfahrzeug
 

Inhalt:

Das ganze oben beschriebe Material inkl. Zelt, Schlafsäcken, Wolldecken und Beleuchtungsmaterial kann im Eisatzmodul untergebracht werden. Bei Bedarf, beispielsweise bei einem Weitertransport per Hubschrauber, kann das Modul in einem Stück aus dem Fahrzeug entfernt werden.

 
Stromversorgung
 

Generator:
Honda EX350

Motor: 2takt
Leistung: 350VA bei 220VAC
Ladestrom: 6A bei 13.8VDC

Akkus:
Bleigelakkus 2x 12V/26Ah

Akkus eingebaut in 19"-Einschub mit
5 Abgangsklemmen und Instrumenten für Akkuspannung und Entladestrom
Thermische Sicherungen:
Terminal 1 bis 4 gemeinsam 20A
Terminal 5 25A

 

Einige Tipps:

- Verlassen Sie sich im Ereignisfall nicht auf Ihr Mobil- oder Festnetztelefon, falls die Telefonnetze noch funktionieren, werden sie wahrscheinlich überlastet sein.

- Lagern Sie Ihr Notfallequipment so, dass es auch bei einer Überflutung geschützt und zugänglich ist.

- Denken Sie daran, Ihr Material so zu lagern, dass es auch nach einem Erdbeben erreichbar bleibt.

- Wurfantennen für KW und UKW sind gegenüber Mastgebundenen Antennen vorzuziehen.

- Wartungsfreie Bleigelakkus können über Jahre in der Schwebeladung gelagert werden und sind somit immer einsatzbereit. (regelmässige Funktionskontrollen nicht vergessen)

- Die Selbstentladung von Geräteakkus kann verzögert werden, wenn diese (ohne Gerät) im Tiefkühlfach gelagert werden. Vor dem Einsatz sind sie ohne Hilfsmittel wie Wasser, o.ä. aufzutauen. (Nicht im Mikrowellenofen auftauen !!!)

- Denken Sie daran, dass Sie bei einem Einsatz u.U. mehrere Tage ohne Strom auskommen müssen

- Die Chaosphase nach einem Ereigniss kann mehrere Tage dauern, seien Sie darauf vorbereitet, drei Tage ohne frisches Wasser und ohne frische Lebensmittel auskommen zu müssen. Ein Notvorrat an lange haltbaren Lebensmitteln, welche ohne Zubereitung verzerrt werden können, sollten in Ihrer Notfallausrüstung nicht fehlen. Mineralwasser ist schwer zu transportieren, möglicherweise können Wasserfilter (z.B. Katadyn) leichter zu transportieren sein.

Lesen Sie mehr zum Thema Wasseraufbereitung und Wasserkonservierung, wenn Sie diesem Link folgen.

Ein Multifuel - Brenner kann auch wertvolle Dienste leisten, bei Gasbrennern sollten mehrere Gaspatronen vorrätig sein; Benzin, Diesel, Petrol oder Kerosin sind dagegen immer irgendwie beschaffbar.

- Wenn Sie bei einem Schadenereignis zum Einsatz gerufen werden, denken Sie an Ihre Angehörigen! Lassen Sie eine Nachricht in Ihrer Wohnung, dass Sie wohlauf sind und sich an den Rettungs- und Bergungsarbeiten beteiligen und welche Einsatzstelle Sie aufgeboten hat, falls Sie benachrichtigt werden müssen.

- Sprechen Sie nach dem Einsatz über diesen, die Erfahrungen und Eindrücke müssen verarbeitet werden, nehmen Sie gegebenenfalls auch professionelle Hilfe in Anspruch.

Möglichkeit einer Organisation in ausserordentlichen Lagen, um die Verwaltung aufrecht zu erhalten am Beispiel vom Kanton Basel - Stadt:

(Organigramme wurden im Kantonblatt 50 / 2006 veröffentlicht)